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Einleitung Die größten Herausforderungen in Hinblick auf die Umgestaltung unserer Infrastruktursysteme werden die Städte bewältigen. Über 70% der Bevölkerung in Europa leben in Städten und es werden immer mehr. Diese Menschen benötigen eine sichere, leistbare und umweltverträgliche Energieinfrastruktur. Wir werden unsere ambitionierten Ziele im Energie- und Klimabereich nur schaffen, wenn wir die Menschen in den Städten dazu gewinnen, grundsätzlich neue Wege der Infrastrukturplanung und -nutzung zu gehen. Funktionierende und verlässliche Infrastrukturen verkörpern unsere moderne Industriegesellschaft. Sie spiegeln unseren Wohlstand, technische Errungenschaften und auch unsere Lebensart wider. Der Aufbau, Umbau und die Erhaltung der städtischen Infrastrukturen ist kapitalintensiv, langlebig und komplex. Wer ernsthaft Infrastrukturen in großem Stil verändern will, muss unvoreingenommen alle Optionen betrachten und jede Alternative auch zu Ende denken. Schlüssel aller Umgestaltung ist die Finanzierbarkeit. Schon die erste Veranstaltung der viennergy Serie im letzten Jahr unter dem Motto "Municipal Energy Links" hat Impulse gesetzt, Netzwerke gebaut und Spuren hinterlassen. Wir freuen uns, dass wir an diesem wichtigen Thema weiterarbeiten und unsere Erfahrungen mit unseren internationalen Nachbarn teilen. Günstige politische und legislative Rahmenbedingungen, realistische Ziele, aktive Netzwerke und effiziente Transformationsprozesse sowie der entschlossene Gestaltungswille der Energiestädte werden für die neuen Infrastrukturen gebraucht. Genauso erforderlich sind intelligente Energie- und Infrastruktursysteme und innovative Technologien sowohl auf der Energieproduktions- als auch auf der Konsumentenseite. Wir stehen vor entscheidenden Weichenstellungen in der Entscheidungs- findung, um diese ökologisch und auch ökonomisch nachhaltige Politik umsetzen zu können. Grußwort Als ein Vorreiter in erneuerbaren Energien und innovativer Energieplanung ist Wien prädestiniert, die "viennergy 2009" Konferenz zu beherbergen und damit die im letzten Jahr erfolgreich begonnene Serie fortzusetzen. In diesem Jahr stellt die Veranstaltung die Finanzierung städtischer Infrastrukturen in den Mittelpunkt der Diskussionen, ein Thema wie es angesichts der Suprimeund dann der Bankenbrise nicht aktueller sein kann. Viennergy ist ein Instrument, um das österreichische und insbesondere das Wiener Know How im Bereich der nachhaltigen urbanen Energie-und Umweltplanung darzustellen und aktuelle österreichische Forschungsergebnisse zu präsentieren. Städte wie Wien und ihre Partnerstädte nehmen bei der Bewältigung der Global Warming Effekte und bei der Sicherung der Energieversorgung eine Schlüsselrolle ein. Städtische Energieversorgung, öffentliche Beleuchtung und das Infrastrukturmanagement öffentlicher Gebäude ist neben der Optimierung des privaten Bereichs und der industriellen Anlagen zum zentralen Anliegen der Städte geworden. Der systemische Ansatz einiger Vorbildstädte in Österreich, wie Wien und Salzburg aber auch Güssing und Kötschach-Mauthen sind hier bahnbrechend und zeigen exemplarisch auf, wie mit Hilfe einer partizipativen Methode hochvernetzte Energiesysteme und komplexe Systemzusammenhänge mit Energiemodellen analysiert werden können und zu umsetzbaren, konsensfähigen Lösungen führen.
Die politische Aufmerksamkeit und das Fachinteresse waren noch nie so
groß wie heute. Wer sich in diesem Bereich positionieren möchte, muss
das heute tun. Wien hat alle Voraussetzungen hierfür. Die viennergy
Serie ist ein wichtiges Instrument in diesem Zusammenhang. Die Messe
Wien ist dafür aus unterschiedlichen Gründen der richtige Ort, um
Infrastrukturaufgaben in großem Stil zu diskutieren: Zum einen durch
die architektonisch ansprechende und zugleich funktionell und nach
neusten energieeffizienten Erkenntnissen erbaute Infrastruktur. Zum
anderen durch die Parallelität mit der publikumsoffenen Fachmesse
?Bauen & Energie?, die im Konzept einen speziellen Fokus auf Umwelt-
und Klimaschutz in den Bereichen gesundes Bauen, Renovieren sowie
Energiesparen beinhaltet. Wir laden Sie herzlich ein, auch die "Bauen &
Energie" zu besuchen. |
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